Die Situation der Kinderbetreuung in Irgertsheim – oder: Warum Wachstum so entscheidend ist.

Das Thema brennt vielen Eltern auf den Nägeln, was nicht zuletzt die vielen und engagierten Anfragen seitens der Bevölkerung zeigen. Die Rede ist von der Situation der Kinderbetreuung in Irgertsheim.

Die städtische Kindertagesstätte "Auf der Höh'" an der Fröbelstraße

Die städtische Kindertagesstätte „Auf der Höh'“ an der Fröbelstraße

Der Unmut mancher Eltern hat einen Grund und hängt mit der begrenzten Kapazität unserer Kindertagesstätte an der Fröbelstraße zusammen. Diese bietet derzeit 50 Plätze. Auf der anderen Seite steht eine gestiegene Geburtenrate von 2012 bis 2016. Daher fällt es im Moment vielen jungen Familien schwer, einen Kita-Platz in Irgertsheim zu erhalten.

In den letzten Wochen stand ich daher im Austausch mit dem zuständigen Referat bei der Stadt Ingolstadt. Der berufsmäßige Stadtrat und Jugendreferent Gabriel Engert versicherte mir, dass sich das Amt für Kinderbetreuung und vorschulische Bildung bereits intensiv mit der Thematik beschäftigt hat.

So wurde bereits eine Erweiterung der Kita um eine oder zwei Gruppen geprüft. Diese ist in der gegenwärtigen Situation allerdings unwirtschaftlich, da vom Bestandsgebäude keine Einrichtungen in der jetzigen Form genutzt werden können. Im Rahmen einer Erweiterung müssten also neue Sanitärräume samt Wickelbereich oder eine neue Küche eingerichtet werden. Dadurch würden die durchschnittlichen Kosten pro Gruppe, die in Ingolstadt derzeit bei etwa 650.000 Euro liegen, erheblich überschritten werden. Ein weiterer Faktor ist der nötige Zukauf zur Erweiterung der Außenfläche. Es ist kein Geheimnis, dass viele Grundstückseigentümer derzeit nicht bereit sind, der Stadt Ingolstadt Flächen zu einem realistischen Preis zu verkaufen.

Insgesamt spricht das Referat von einer gut aufgestellten Kinderbetreuung im Westen Ingolstadts. In Irgertsheim selbst sind 32 Anmeldungen für das Jahr 2017/2018 eingegangen. 14 bis 16 Kinder werden die Einrichtung im September verlassen. Viele Eltern melden ihre Kinder zudem an mehreren Einrichtungen an. Im Fall von Pettenhofen, Mühlhausen oder Dünzlau sind das z. B. die Kitas in Gerolfing oder Friedrichshofen/Hollerstauden. Eine neue Einrichtung entsteht, vorbehaltlich eines positiven Votums des Stadtrats, an der Krumenauerstraße / Gerolfinger Straße. Über die ganze Stadt verteilt ist es geplant, bis 2020 etwa 600 zusätzliche Krippen- und Kindergartenplätze zu schaffen. Obwohl die Stadtteile Irgertsheim und Pettenhofen durch die beiden Neubaugebiete moderat wachsen, erscheint es derzeit aus Sicht der Stadt Ingolstadt aufgrund der Randlage des Orts sowie der unklaren längerfristigen Auslastungssituation als nicht rentabel, den Standort „Auf der Höh'“ zu erweitern. Hier verweist das Referat auf die alternativen Betreuungsmöglichkeiten, die entlang etwaiger Arbeitswege der Eltern liegen.

Mir ist bewusst, dass dieses Resümee für viele Eltern unbefriedigend erscheint. Mir persönlich geht es ebenso. Gut aufgestellte vorschulische und schulische Bildungseinrichtungen sind ein wichtiger Standortfaktor eines Stadtteils und tragen erheblich zur Attraktivität und Lebensqualität desselben bei. So weit, so nachvollziehbar. Andererseits gibt es Investitionen in die Infrastruktur nicht zum Nulltarif. Niemand kann mir gegenüber allen ernstes fordern, dass Irgertsheim so bleiben solle, wie es ist. Ganz ohne Wachstum, ohne Neubaugebiete, ohne mehr Verkehr, usw. Wer diese Einhaltung des „status quo“ einfordert, unterschreibt zugleich das mittel- bis langfristige Todesurteil unseres Kindergartens sowie unserer Grundschule.

Ich habe es bereits mehrmals gefordert und ich bleibe dabei. Ohne nachhaltiges und andauerndes Wachstum wird Irgertsheim das Rennen um bessere Einrichtungen der Bildung, der Daseinsvorsorge oder der Infrastruktur verlieren. Orte verändern sich, wenn sie wachsen. Keine Frage. Doch diese Veränderungen bergen mehr positives Potenzial denn negatives. Neue Bürgerinnen und Bürger bringen ebenso neue Ideen, neuen Schwung und – das zeigt die Erfahrung der letzten Jahre – soziales Engagement, das letztlich unsere ganze Stadtteilgemeinschaft bereichert. Erst dann, wenn sich alle Irgertsheimerinnen und Irgertsheimer, insbesondere jene in den verantwortlichen Positionen, dazu durchringen, Wachstum zu ermöglichen, geht es auch für unseren Ort wieder in die Richtung, wo er meiner Meinung nach hingehört: aufwärts.

Winterdienst in Ingolstadt

Da mich immer wieder Anfragen zum Winterdienst erreichen — heute erschien im Donaukurier ein einschlägiger Artikel. Dessen Lektüre kann ich empfehlen.

Vorab ein interessanter Vergleich: In Ingolstadt kommen auf 135.000 Einwohner 13 Räumfahrzeuge. Unsere kreisangehörigen Nachbargemeinden Egweil oder Bergheim haben auf etwa 1000 Einwohner jeweils einen kompletten Baufhof samt Räum-LKW zur Verfügung. Es ist also in diesen Orten möglich, dass auch Nebenstraßen geräumt werden.

Infos zum Winterdienst in Ingolstadt gibt’s unter der Adresse http://www.in-kb.de/winterdienst

Zur weiteren Einordnung bzw. Veranschaulichung habe ich mal recherchiert, wie es in den anderen vergleichbaren Städten in Sachen Winterdienst aussieht. Das größere Regensburg setzt 16 Fahrzeuge ein und das in etwa gleich große Würzburg hat ebenfalls 13 Räum-LKW. Ingolstadt liegt hier also gleichauf.

www.tvaktuell.com/winterdienst-in-regensburg-4-0,00-tonnen-salz-liegen-bereit-155727/

http://www.wuerzburg.de/de/weitere-informationen/presse/aktuelle-pressemitteilungen/413547.Wie-funktioniert-eigentlich-der-Winterdienst-durch-die-Stadt-Wuerzburg.html

Weihnachten 2016

Liebe Irgertsheimerinnen und Irgertsheimer,
sehr geehrte Besucherinnen und Besucher meiner Internetseite,

in wenigen Tagen dürfen wir Weihnachten feiern: Das Fest des Lichtes, das in die Welt gekommen ist. Das Fest der Liebe und des Friedens. Wir verbinden zahlreiche Symbole mit dem Weihnachtsfest. Die meisten davon sind positiv besetzt.

Allerdings zeigte das Jahr 2016, dass es auch eine Kehrseite gibt. Krieg, Flucht und Terror bedrohen den Frieden weltweit. Zuletzt auch bei uns in Deutschland. Die positiven Symbole des Weihnachtsfestes werden von Menschen ad absurdum geführt, die nichts anderes im Sinn haben, als Hass und Tod zu verbreiten.

Christusdarstellung von Karl Hemmeter in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (Foto vom April 2016)

Christusdarstellung von Karl Hemmeter in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (Foto vom April 2016)

Doch gerade an Weihnachten kann es daher nur eine Antwort auf diese Entwicklung geben. Eine Antwort der Menschlichkeit und des Zusammenhalts. Hier sind wir alle angesprochen – ohne Ausnahme. Wir können in unserem persönlichen und überschaubaren Umfeld damit beginnen. Nur so hat der zunächst kleine Funken Hoffnung die Chance, größer zu werden und auszustrahlen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie einen guten Start in das neue Jahr 2017. Auf dass es ein friedliches Jahr wird.

Ihr/euer Ortssprecher

Alexander Bayerle

Damit die Glocken wieder klingen…

Vor etwa 800 Jahren erbaut, thront sie auf einem der letzten südlichen Ausläufer des Jura – die Kirche St. Laurentius in Irgertsheim. Ein stolzes Bauwerk, das schon so manche schwere Zeit überstehen musste. Kriege konnten ihren mächtigen Mauern ebenso wenig anhaben wie Naturkatastrophen.

Doch in letzter Zeit ist es im wahrsten Sinne des Wortes ruhig um das romanische Bauwerk geworden. Denn St. Laurentius, mit ihrem frühmittelalterlichen Kern eine der ältesten Kirchen im Stadtgebiet, hat ein Problem. Der Anfang des letzten Jahrhunderts verbaute Glockenstuhl aus Metall ist inzwischen derart stark korrodiert, dass derzeit nicht mehr an einem regelmäßigen Läutbetrieb der drei Glocken zu denken ist. Nachhaltige Abhilfe könnte nur die Errichtung eines neuen Glockenstuhls aus Holz schaffen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf schätzungsweise 75.000 Euro. Ein großer Betrag für eine kleine Kirchengemeinde, der selbst mit Zuschüssen der Diözese Eichstätt nicht ohne Weiteres zu stemmen ist. Das wissen auch Kirchenpfleger Karl Wibmer und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Franz Bier.

Das Ehepaar Lechermeier

Das Ehepaar Lechermeier

Dementsprechend freuen sich die beiden über das Engagement ihrer Gemeindemitglieder. Besonders hervorgetan hat sich hierbei Wendelin Lechermeier. In mühevoller und akkurater Arbeit stellte der Landwirt um die 150 „Holzbauschen“ her. Diese Holzbündel, die zum Anzünden des Ofens oder als Dekoration für Haus und Hof dienen, werden nun bei den anstehenden Weihnachts- und Adventsfeiern im Dorf versteigert oder gegen eine Spende abgegeben.
Zudem stellt Kirchenpfleger Karl Wibmer am dritten Adventswochenende seinen Hof zur Verfügung, wo sich die Irgertsheimer bei Lebkuchen und warmen Getränken selbst ein Bild von den „Bauschen“ machen können. „Bis jetzt können wir mit dem Zuspruch sehr zufrieden sein“, meint Wibmer, der lächelnd auf die neugierigen und spendenbereiten Gäste blickt. „Natürlich sind auch Einzelspenden immer willkommen!“, fügt er hinzu. Denn während andernorts gegen das Geläut von Kirchen prozessiert wird, sehnen sich die Irgertsheimer wieder nach ihrem Glockenklang. Denn zu keiner Zeit wird die akustische Lücke deutlicher als im Advent.

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Kirchenpfleger Karl Wibmer (links) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Franz Bier freuen sich über die Spendenbereitschaft der Irgertsheimer

Das war der Volkstrauertag 2016 in Irgertsheim…

Die Kränze wurden niedergelegt, die Musik ist verstummt. Am heutigen Vormittag fand die Gedenkfeier zum diesjährigen Volkstrauertag statt.

Meine Rede, deren Wortlaut Sie hier (Rede Volkstrauertag 2016) nachlesen können, widmete sich heuer der Widerstandsbewegung „Die Weiße Rose“. Deren Vermächtnis mahnt uns alle dazu, bei Unrecht nicht wegzuschauen, sondern zu handeln.

Das Kriegerdenkmal am Friedhof Irgertsheim

Das Kriegerdenkmal am Friedhof Irgertsheim

An dieser Stelle möchte ich einigen Personen bzw. Gruppen besonders danken:

  • Herrn H.H. Dompropst em. Klaus Schimmöller für die würdige Gestaltung des Gottesdienstes sowie für die Segnung des Kriegerdenkmals
  • Dem Krieger- und Soldatenverein, allen voran dessen Vorsitzenden Michael Schiegl sen., für die Organisation der Gedenkfeier
  • Der Blasmusik für die bewegenden Melodien sowie dem Böllerschützen
  • Den Fahnenabordnungen (SC Irgertsheim, KSV Irgertsheim, FFW Irgertsheim)
  • Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, für Ihr zahlreiches Erscheinen

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen schönen und vor allem besinnlichen Sonntag!

Ihr Ortssprecher
Alexander Bayerle

Volkstrauertag 2016 in Irgertsheim

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

bald ist Volkstrauertag. Wir gedenken an diesem Tag den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft. Die Gedenkfeier findet am Sonntag, den 13. November 2016, statt. Im Anschluss an den Gottesdienst, der um 08:15 Uhr beginnt, erfolgt die offizielle Kranzniederlegung.

Im Namen der Stadt Ingolstadt lade ich Sie alle dazu ein, sich an diesem Tag am Irgertsheimer Kriegerdenkmal einzufinden. Die Konflikte in aller Welt erinnern uns daran, dass der Friede in unserem Land alles andere als selbstverständlich ist.

Ihr Ortssprecher

Alexander Bayerle

Das Kriegerdenkmal am Irgertsheimer Friedhof

Das Kriegerdenkmal am Irgertsheimer Friedhof

Bürgerversammlung in Pettenhofen

Am 20.10.2016 findet im Gasthaus Wanger eine Bürgerversammlung für den Stadtbezirk West statt. Beginn ist um 20:00 Uhr.

Die Staatsstraße 2214 am Höhenloher Berg bei Irgertsheim

Die Staatsstraße 2214 am Höhenloher Berg bei Irgertsheim

Die geplante Tagesordnung finden Sie unter dem folgenden Link: http://www4.ingolstadt.de/sessionnet/to0040.php?__ksinr=5293

Behandelt werden in diesem Jahr in erster Linie Verkehrsthemen, wie etwa der geplante Ausbau der Staatsstraße 2214. Daneben geht es auch um die Erweiterung des Gasnetzes im Ingolstädter Westen.

Weihe des gegeißelten Heilands in der Kapelle St. Wendelin

Wie bereits am 2. Mai dieses Jahres berichtet, wurde der gegeißelte Heiland in der Kapelle St. Wendelin, das so genannte „Wiesherrle“, einer umfassenden Restaurierung unterzogen. Am heutigen Samstag fand die Weihe der Figur durch Pfarrer Sebastian Bucher statt. Hier finden Sie Bilder der Andacht.

Das "Wiesherrle" nach der Restaurierung

Das „Wiesherrle“ nach der Restaurierung

Pfarrer Sebastian Bucher (links) im Gespräch mit den Verwaltern der Kapelle St. Wendelin, dem Ehepaar Anni und Johann Bayerle

Pfarrer Sebastian Bucher (links) im Gespräch mit den Verwaltern der Kapelle St. Wendelin, dem Ehepaar Anni und Johann Bayerle

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Zahlreiche Gläubige fanden sich an der Kapelle St. Wendelin im Süden des Stadtteils ein

Pfarrer Bucher während seiner Ansprache

Pfarrer Bucher während seiner Ansprache