Warum Vandalismus kein Kavaliersdelikt ist…

Aus aktuellem Anlass möchte ich an dieser Stelle ein paar Worte zum Thema Vandalismus verlieren. Leider vergeht in letzter Zeit kaum eine Woche in unserem Stadtteil, an dem keine Sachbeschädigung an öffentlichem Eigentum stattfindet. Hier wird der Schaltkasten einer Ampelanlage mit Farbe besprüht, dort wird der sich daneben befindliche Druckschalter der Fußgängerampel durch einen Kick per Fuß weg geschlagen bzw. schwer beschädigt. Andernorts werden Baustellenschilder entwendet, Umleitungsbeschilderungen umgedreht oder umgelegt und Baustellenlampen zur Absicherung während der Dunkelheit in der Baugrube versenkt. Die Liste könnte noch weiter fortgeführt werden.

Viele spielen diese Taten als Ausdrücke eines infantilen Verhaltens herunter. Ich persönlich empfinde diese schlichtweg als kriminell. Erst recht, da diese meiner Meinung nach nicht selten von erwachsenen und – dem Papier nach – mündigen Personen begangen werden. Manch einer sieht darin gar einen vermeintlich „originellen“ Protest gegen Baumaßnahmen und den damit einhergehenden Einschränkungen o. ä. Wer meint, dass er mit Sachbeschädigungen dem Stadtteil einen Dienst erweist, der täuscht sich. Gerade das Umlegen von Schildern oder die Entfernung von Warnleuchten stellen eine massive Sicherheitsgefährdung dar. Wer bei diesen Taten erwischt wird, muss daher neben den privatrechtlichen Folgen (Schadensersatz usw.) auch die strafrechtlichen Konsequenzen tragen.

Symbolbild: Am Boden liegender Hammer

Symbolbild: Am Boden liegender Hammer

Alles in allem bleibt daher festzuhalten, dass jede/-r die Möglichkeit hat, sich bei entsprechenden Veranstaltungen zu Projekten und Baumaßnahmen zu äußern. Wer vernünftige Argumente hat und bei deren Vortrag seine gute Kinderstube nicht vergisst, wird auch gehört und ernst genommen. Andernfalls erscheint es auch manchmal als lohnend, sich in jeder Hinsicht zurückzuhalten und so manche temporäre Einschränkung einfach zu akzeptierten.

In Zeiten eines von Sparmaßnahmen geprägten Haushalts darf kein vernünftiger Bürger tatenlos zusehen, wie öffentliches Eigentum beschädigt wird – erst recht nicht, wenn damit eine Sicherheitsgefährdung verbunden ist. Die Kommunalpolitik kämpft nicht um jeden Euro, damit eine Minderheit von Personen diese Bemühungen im wahrsten Wortsinn mit Füßen tritt. Der Verlierer ist dabei am Ende immer der Bürger…

„Die Grundschule geht uns alle an!“: Rede zum Festakt anlässlich des Schuljubiläums

Die Grundschule Irgertsheim feierte von 17. bis 18. Juni 2016 ihr 50-jähriges Bestehen im Schulhaus an der Fröbelstraße. Im Rahmen des offiziellen Festakts durfte ich als Vorsitzender des Fördervereins sowie als Ortssprecher einige Worte an die Gäste richten.

Unter dem folgenden Link finden Sie das Manuskript zu meiner Festrede als PDF-Datei: 50 Jahre Grundschule Irgertsheim Festrede

Wer noch Mitglied im Förderverein werden will, findet hier unseren aktuellen Flyer samt Anmeldeformular zum Download: Flyer Förderverein Grundschule Irgertsheim

Die Grundschule Irgertsheim an der Fröbelstraße

Umwelt-Info-App des Umweltministeriums

Die Extremwetterereignisse der vergangenen Tage und Wochen machten es aufgrund ihrer verheerenden Auswirkungen deutlich – eine schnelle und möglichst exakte Warnung der Bevölkerung ist unabdingbar, um größere Schäden oder gar Gefahren für Leib und Leben abzuwenden.

Das bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat daher eine eigene App entwickeln lassen, die die Bevölkerung kostenlos und möglichst unkompliziert vor Umweltgefahren (Hochwasser, Unwetter, erhöhte Ozonwerte, usw.) warnt. Das Programm kann, je nach eigenem Standort, individuell angepasst werden.

Die Umwelt-Info-App des bayerischen Umweltministeriums

Die Umwelt-Info-App des bayerischen Umweltministeriums

Sie erhalten das kostenlose Programm „App umweltinfo“ in den App-Stores von Apple und Google. Mehr Informationen gibt es auf den Internetseiten des bayerischen Umweltministeriums unter http://www.stmuv.bayern.de/service/mobil/umweltinfo.htm

Informationen zum Ausbau des Gasnetzes in Irgertsheim

Aufgrund von Bürgeranfragen zum Ausbau des Gasnetzes in Irgertsheim, der im Zuge der geplanten Sanierung der Erchanstraße vorangetrieben wird, habe ich noch ein paar aktuelle Informationen, die ich heute von den Stadtwerken Ingolstadt erhalten habe…

„Fünf-Jahres-Regelung“ im Bereich der Erchanstraße:
Da ab August die Erchanstraße ausgebaut bzw. in Teilen erschlossen wird, erhalten die Stadtwerke nach der Baumaßnahme für fünf Jahre keine neuen Aufbruchgenehmigungen. Somit ist es in diesem Zeitraum nicht mehr möglich, neue Erdgasnetzanschlüsse zu verlegen. Wer also im Bereich der Erchanstraße mit einem Gasanschluss liebäugelt, sollte sich bald entscheiden. Die Akquisition seitens der Stadtwerke läuft bereits.

Symbolbild: Gasanschlussbeschilderung im Bereich der Dreiländerstraße

Symbolbild: Gasanschlussbeschilderung im Bereich der Dreiländerstraße

„Fünf-Jahres-Regelung“ im Bereich der Dreiländerstraße:
Für den Bereich der Dreiländerstraße gilt die „Fünf-Jahres-Regelung“ vorerst nicht, da dort (Ecke Dreiländerstraße/ Wolkertshofener Weg bis Kreuzung Erchan-/Dreiländerstraße)  derzeit kein Ausbau vorgesehen ist.

Günstige Konditionen für neue Hausanschlüsse in der Dreiländerstraße:
Weil das Erdgasnetz weiter in Richtung Süden ausgebaut wird, werden im Bereich der Dreiländerstraße neue Leitungen verlegt. Während der Bauphase bieten die Stadtwerke den Kunden in der Dreiländerstraße im o. g. Bereich besonders günstige Konditionen bei der Bentragung eines neuen Hausanschlusses an. Hier können laut Aussage der Stadtwerke durchschnittlich bis zu 800,00 EUR gespart werden. Also gilt auch hier – wer Interesse hat, schnell melden.

Symbolbild: Deckel eines Gasanschlusses an der Dreiländerstraße

Symbolbild: Deckel eines Gasanschlusses an der Dreiländerstraße

Kontakt zu den Stadtwerken:
Weitere Infos gibt es direkt bei den Stadtwerken Ingolstadt unter der Adresse http://www.sw-i.de/erdgas.html

Irgertsheim verändert sich… Chancen für eine nachhaltige Entwicklung

Wer von Pettenhofen aus Richtung Irgertsheim fährt sieht es besonders deutlich. Irgertsheim entwickelt sich. Im Norden unseres Stadtteils hat sich innerhalb weniger Jahre ein neues Viertel entwickelt, das für bis zu 200 Menschen ausgelegt ist. Wohn- und vor allem Lebensraum für junge Menschen und Familien, die das Leben in der ländlichen Umgebung schätzen und zugleich die infrastrukturellen Vorteile der Großstadt Ingolstadt nutzen wollen. Dazu gehören eine Anbindung an das Busnetz der INVG im 30-Minuten-Takt, die Versorgung mit Ferngas und Glasfaserinternet, eine Kindertagesstätte sowie eine Grundschule vor Ort. Welches andere Dorf mit nicht einmal 1000 Einwohnern kann so viele Einrichtungen der Daseinsvorsorge vorweisen?

Das Baugebiet "Am Kirchberg". Ein Dorf verändert sich.

Das Baugebiet „Am Kirchberg“. Ein Dorf verändert sich.

Sicher gibt es in Irgertsheim auch Defizite. Diese werden am augenscheinlichsten, wenn man auf die Situation der Nahversorgung blickt. So gibt es seit über drei Jahren keinen Lebensmittelhändler mehr im Ort. Seit Januar sind auch die Bankfilialen der Sparkasse sowie der Raiffeisenbank in Irgertsheim Geschichte. Dieser Aspekt der Stadtteilentwicklung ist unglücklich – in der Tat! Doch er ist schlichtweg einem marktwirtschaftlichen Prinzip geschuldet. In diesem Zusammenhang von Politikversagen zu sprechen ist unfair und einseitig. Die Kommunalpolitik bzw. die Stadtverwaltung kann hier nur Rahmenbedingungen schaffen. So versucht die Stadtplanung seit einem Jahr, im Irgertsheimer Süden einen Nahversorger anzusiedeln. Jegliche Verhandlungen sind freilich ergebnisoffen. Doch es tut sich etwas.

Unsere aktuelle "Dorfmitte". Veränderungen sind hier von einer breiten Mehrheit gewünscht.

Unsere aktuelle „Dorfmitte“. Veränderungen sind hier von einer breiten Mehrheit gewünscht.

Mühsam und anstrengend wird es allerdings, wenn jegliche Veränderung als Bedrohung oder gar Angriff auf die dörfliche Integrität gewertet wird. Niemals war die Bürgerbeteiligung so hoch angesiedelt wie heute. Gleichzeitig wurden Projekte zu keiner Zeit mit so harten und Bandagen und persönlichen Angriffen bekämpft. Interessanterweise werden nahezu alle Projekte von einer breiten – wenn auch oft leisen – Mehrheit unterstützt. Genau das zeigen die eben genannten Bürgerbeteiligungen in aller Deutlichkeit. Veränderungen sind eine Chance, sie bringen den Ort weiter und sind im Idealfall auch nachhaltig angelegt. So wird eine Ortsstraße nicht ausgebaut und saniert, weil Verwaltung und Politik nichts Besseres zu tun haben. Vielmehr muss unsere Generation trotz aktueller Belastungen (z. B. Ausbaubeiträge) einsehen, dass sich die technischen und rechtlichen Bedingungen in den letzten Jahrzehnten massiv verändert haben. Waren „Buckelpisten“ und marode Kanäle vor einiger Zeit noch „Standard“, sind sie heute mit einem ehrlichen Blick auf Fragen der Sicherheit und des Umweltschutzes untragbar. Jede Verzögerung ginge hier auf Kosten der nächsten Generation.

Wirklich erhaltenswert? Wohl kaum...

Wirklich erhaltenswert? Wohl kaum…

Ähnliches gilt auch für eine Ortsmitte. Ein Ort lebt und atmet auch durch seine ästhetische Erscheinung. Er braucht eine Mitte, die sich im wahrsten Sinne des Wortes „sehen lassen“ kann. Hier bieten die seit knapp zwei Jahren laufenden Bestrebungen zur Erneuerung der Dorfmitte im Bereich der Dreiländerstraße eine große Chance, Irgertsheim ein neues Gesicht zu geben. Weg vom Betongrau und zusammengewürfelter Ortsmöblierung hin zu einem offenen, für Fußgänger wie vorbeifahrenden Passanten angelegten Platz in der Dorfmitte – dort, wo er hingehört! Dies alles bekommen wir zu Bedingungen, die angesichts der gegenwärtigen Haushaltslage vertretbar und politisch darstellbar sind. Auch das gehört zu einem Prinzip der Nachhaltigkeit. Wer andere – bis zu fünf mal teurere! – Lösungen fordert und alle Kompromisse ablehnt, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er auch an die kommenden Generationen denkt. So sind die gesparten Finanzmittel in besseren Zeiten etwa in einer Generalsanierung der Grundschule weit sinnvoller angelegt. Veränderungen sind kein Selbstzweck. Sie sind notwendig, wenn sie der jetzigen und zukünftigen Bevölkerung dienen. Ohne Kompromissbereitschaft geht es allerdings in keinem Fall. Ich persönlich freue mich über die große Mehrheit der Irgertsheimerinnen und Irgertsheimer, die den zukünftigen Entwicklungen offen, konstruktiv und mit Vorfreude entgegenblicken. Vielen Dank hierfür!

Eine nachhaltige Stadtteilentwicklung kommt nicht nur unserer gegenwärtigen Generation zugute!

Eine nachhaltige Stadtteilentwicklung kommt nicht nur unserer gegenwärtigen Generation zugute!

Das „Wiesherrle“ erstrahlt in neuem Glanz

Fernab von politischen Querelen gibt es heute mal eine durch und durch positive Meldung. Das so genannte „Wiesherrle“ in der Irgertsheimer Kapelle St. Wendelin erstrahlt in einem neuen Glanz. 

Die Figur ist zuletzt in einem beklagenswerten Zustand gewesen, ehe sie im Oktober des vergangenen Jahres im Auftrag der Stadt Ingolstadt dem Ingolstädter Kirchenmaler und Künstler Fredi Neubauer zur Restaurierung übergeben wurde. Nach einem halben Jahr mit unzähligen Arbeitsstunden wurde die Holzplastik heute wieder ihrer Bestimmung zugeführt. Der Sage nach wurde das Abbild des gegeißelten Heilands vor mehreren hundert Jahren durch ein gewaltiges Hochwasser angeschwemmt und fand dann in der 1752 geweihten und inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Kapelle St. Wendelin im Süden Irgertsheims seinen angestammten Platz. Historisch gesichert ist jedenfalls, dass es sich beim Irgertsheimer „Wiesherrle“ um eine Nachbildung der berühmten Christusfigur in der Steingadener Wieskirche im Pfaffenwinkel handelt.

Johann Bayerle, der sich zusammen mit seiner Frau Anni ehrenamtlich um den Erhalt der Kapelle St. Wendelin kümmert, kündigte an, dass in absehbarer Zeit eine kirchliche Segnung der wiederhergestellten Figur angedacht ist. Näheres wird noch bekanntgegeben.

Die 1752 errichtete Kapelle St. Wendelin im Irgertsheimer Süden

Die 1752 errichtete Kapelle St. Wendelin im Irgertsheimer Süden

Das "Wiesherrle" nach der Restaurierung

Das „Wiesherrle“ nach der Restaurierung

Die Holzfigur im Detail

Die Holzfigur im Detail

Künstler Fredi Neubauer (mitte) zusammen mit Kapellenpfleger Johann Bayerle (rechts) und Ortssprecher Alexander Bayerle (links)

Künstler Fredi Neubauer (mitte) zusammen mit Kapellenpfleger Johann Bayerle (rechts) und Ortssprecher Alexander Bayerle (links)