Neue Irgertsheimer Dorfmitte in den Ausschüssen

Unsere neue Irgertsheimer Dorfmitte rückt näher. Nach gut zwei Jahren Planung und drei Bürgerbeteiligungen durfte ich nun das Projekt bei der gestrigen Bezirksausschusssitzung in Pettenhofen in seiner finalen Version vorstellen.

Vorstellung der neuen Irgertsheimer Dorfmitte im BZA-West (Foto: A. Koppenhofer)

Vorstellung der neuen Irgertsheimer Dorfmitte im BZA-West (Foto: A. Koppenhofer)

Die Mitglieder des BZA billigten das Projekt erneut einstimmig und bezuschussen es mit Mitteln aus dem Bürgerhaushalt i. H. v. insgesamt 12.000 EUR. Die Gesamtkosten für die Umgestaltung der Dorfmitte belaufen sich auf 95.000 EUR.

Nun ist der Stadtrat an der Reihe. Am 5. Juli wird die Dorfmitte Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung, Ökologie und Wirtschaftsförderung sein. Der endgültige Beschluss erfolgt dann im Rahmen der letzten Vollversammlung des Stadtrats vor der Sommerpause am 28. Juli.

Die Sitzungsvorlagen können Sie hier als PDF-Dateien herunterladen:

01_Dorfmitte_Irgertsheim_Sitzungsvorlage
02_Dorfmitte_Irgertsheim_Luftbild
03_Dorfmitte_Irgertsheim_Plan

An dieser Stelle vielen Dank an alle, die in den letzten Jahren durch ihre konstruktive Mitarbeit zur Weiterentwicklung des Projekts beigetragen haben!

Ein Projekt für die Bürgerinnen und Bürger: Die neue Irgertsheimer Dorfmitte

Sie bewegte von Beginn an die Gemüter. Sie wurde schon seit Jahren gefordert. Nun ist sie in greifbare Nähe gerückt – die Neugestaltung der Irgertsheimer Dorfmitte an der Kreuzung Dreiländer-/Erchanstraße. Insgesamt wurde das Projekt im Rahmen von drei Bürgerbeteiligungen (Sommer 2014, Herbst 2015 und Frühjahr 2016) fest in der Mitte der Bevölkerung verankert. Neben der grundsätzlichen Standortfrage ging es bei den Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern um die Gestaltung und Funktionen der neuen Mitte des Stadtteils.

Historisch bedingt gibt es in Irgertsheim keine öffentlichen Flächen mit einem „Platzcharakter“ im engeren Sinne. Daher stellt der jetzige Standort eine zweckmäßige und vor allem finanziell wie politisch vertretbare Lösung dar, um unseren Stadtteil aufzuwerten und die Lebens- und Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Wenn keine größeren Hindernisse mehr auftauchen, könnte der hier einsehbare Vorentwurf noch vor der Sommerpause des Stadtrats in die entsprechenden Gremien gehen.

Vorentwurf: Umgestaltung der Dorfmitte Irgertsheim (Quelle: Tiefbauamt der Stadt Ingolstadt)

Vorentwurf: Umgestaltung der Dorfmitte Irgertsheim (Quelle: Tiefbauamt der Stadt Ingolstadt)

Der Entwurf sieht die Pflasterung weiter Teile des bisher asphaltierten Gehwegs an der Dreiländerstraße vor. Dies schafft einen einheitlichen Charakter des Umfelds der Ortsmitte. Durch neue, großzügige Grünflächen sowie mehreren Bänken wird zudem die Aufenthaltsqualität verbessert. Zwei Leuchtstelen (vgl. Platz an der Liebigstraße im Piusviertel) setzen besondere Lichtakzente. Auch die bisher sehr unstrukturierte Ortsmöblierung, hierzu zählen die Schaukästen usw., soll neu und einheitlich gestaltet werden. Nicht fehlen darf auch ein Hinweis auf den „Namensgeber“ der Dreiländerstraße – nämlich den Dreiländerstein im Eichenwald. Diesbezüglich könnten Infotafeln der Bevölkerung sowie Gästen interessante historische Hintergründe liefern.

Alles in allem kann sich unser Stadtteil auf eine sehenswerte Gestaltung der Ortsmitte freuen. Sollten die Ausschüsse im Sommer grünes Licht geben, kann mit dem Bau noch heuer begonnen werden.

Irgertsheim verändert sich… Chancen für eine nachhaltige Entwicklung

Wer von Pettenhofen aus Richtung Irgertsheim fährt sieht es besonders deutlich. Irgertsheim entwickelt sich. Im Norden unseres Stadtteils hat sich innerhalb weniger Jahre ein neues Viertel entwickelt, das für bis zu 200 Menschen ausgelegt ist. Wohn- und vor allem Lebensraum für junge Menschen und Familien, die das Leben in der ländlichen Umgebung schätzen und zugleich die infrastrukturellen Vorteile der Großstadt Ingolstadt nutzen wollen. Dazu gehören eine Anbindung an das Busnetz der INVG im 30-Minuten-Takt, die Versorgung mit Ferngas und Glasfaserinternet, eine Kindertagesstätte sowie eine Grundschule vor Ort. Welches andere Dorf mit nicht einmal 1000 Einwohnern kann so viele Einrichtungen der Daseinsvorsorge vorweisen?

Das Baugebiet "Am Kirchberg". Ein Dorf verändert sich.

Das Baugebiet „Am Kirchberg“. Ein Dorf verändert sich.

Sicher gibt es in Irgertsheim auch Defizite. Diese werden am augenscheinlichsten, wenn man auf die Situation der Nahversorgung blickt. So gibt es seit über drei Jahren keinen Lebensmittelhändler mehr im Ort. Seit Januar sind auch die Bankfilialen der Sparkasse sowie der Raiffeisenbank in Irgertsheim Geschichte. Dieser Aspekt der Stadtteilentwicklung ist unglücklich – in der Tat! Doch er ist schlichtweg einem marktwirtschaftlichen Prinzip geschuldet. In diesem Zusammenhang von Politikversagen zu sprechen ist unfair und einseitig. Die Kommunalpolitik bzw. die Stadtverwaltung kann hier nur Rahmenbedingungen schaffen. So versucht die Stadtplanung seit einem Jahr, im Irgertsheimer Süden einen Nahversorger anzusiedeln. Jegliche Verhandlungen sind freilich ergebnisoffen. Doch es tut sich etwas.

Unsere aktuelle "Dorfmitte". Veränderungen sind hier von einer breiten Mehrheit gewünscht.

Unsere aktuelle „Dorfmitte“. Veränderungen sind hier von einer breiten Mehrheit gewünscht.

Mühsam und anstrengend wird es allerdings, wenn jegliche Veränderung als Bedrohung oder gar Angriff auf die dörfliche Integrität gewertet wird. Niemals war die Bürgerbeteiligung so hoch angesiedelt wie heute. Gleichzeitig wurden Projekte zu keiner Zeit mit so harten und Bandagen und persönlichen Angriffen bekämpft. Interessanterweise werden nahezu alle Projekte von einer breiten – wenn auch oft leisen – Mehrheit unterstützt. Genau das zeigen die eben genannten Bürgerbeteiligungen in aller Deutlichkeit. Veränderungen sind eine Chance, sie bringen den Ort weiter und sind im Idealfall auch nachhaltig angelegt. So wird eine Ortsstraße nicht ausgebaut und saniert, weil Verwaltung und Politik nichts Besseres zu tun haben. Vielmehr muss unsere Generation trotz aktueller Belastungen (z. B. Ausbaubeiträge) einsehen, dass sich die technischen und rechtlichen Bedingungen in den letzten Jahrzehnten massiv verändert haben. Waren „Buckelpisten“ und marode Kanäle vor einiger Zeit noch „Standard“, sind sie heute mit einem ehrlichen Blick auf Fragen der Sicherheit und des Umweltschutzes untragbar. Jede Verzögerung ginge hier auf Kosten der nächsten Generation.

Wirklich erhaltenswert? Wohl kaum...

Wirklich erhaltenswert? Wohl kaum…

Ähnliches gilt auch für eine Ortsmitte. Ein Ort lebt und atmet auch durch seine ästhetische Erscheinung. Er braucht eine Mitte, die sich im wahrsten Sinne des Wortes „sehen lassen“ kann. Hier bieten die seit knapp zwei Jahren laufenden Bestrebungen zur Erneuerung der Dorfmitte im Bereich der Dreiländerstraße eine große Chance, Irgertsheim ein neues Gesicht zu geben. Weg vom Betongrau und zusammengewürfelter Ortsmöblierung hin zu einem offenen, für Fußgänger wie vorbeifahrenden Passanten angelegten Platz in der Dorfmitte – dort, wo er hingehört! Dies alles bekommen wir zu Bedingungen, die angesichts der gegenwärtigen Haushaltslage vertretbar und politisch darstellbar sind. Auch das gehört zu einem Prinzip der Nachhaltigkeit. Wer andere – bis zu fünf mal teurere! – Lösungen fordert und alle Kompromisse ablehnt, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er auch an die kommenden Generationen denkt. So sind die gesparten Finanzmittel in besseren Zeiten etwa in einer Generalsanierung der Grundschule weit sinnvoller angelegt. Veränderungen sind kein Selbstzweck. Sie sind notwendig, wenn sie der jetzigen und zukünftigen Bevölkerung dienen. Ohne Kompromissbereitschaft geht es allerdings in keinem Fall. Ich persönlich freue mich über die große Mehrheit der Irgertsheimerinnen und Irgertsheimer, die den zukünftigen Entwicklungen offen, konstruktiv und mit Vorfreude entgegenblicken. Vielen Dank hierfür!

Eine nachhaltige Stadtteilentwicklung kommt nicht nur unserer gegenwärtigen Generation zugute!

Eine nachhaltige Stadtteilentwicklung kommt nicht nur unserer gegenwärtigen Generation zugute!

Dankeschön!

An dieser Stelle vielen Dank an alle Vereinsvertreter/-innen und Bürger/-innen, die bei der gestrigen Infoveranstaltung zur Umgestaltung der Dorfmitte Irgertsheim vor Ort waren! Ich war von der positiven Atmosphäre und konstruktiven Diskussion wirklich angetan. Dasselbe kann ich von den anwesenden Politikern und Verwaltungskräften ausrichten.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass im kommenden Jahr die Projektgenehmigung für eine neue Dorfmitte erteilt wird, mit der sich unser Ort mehr als sehen lassen kann.

Irgertsheim (9)

Die Irgertsheimer Dorfmitte (Foto: Dominik Wittmann)

Der kommende Herbst gehört der Stadtteilentwicklung

Nach der Sommerpause gibt es mehrere Neuigkeiten, was die weitere Entwicklung unseres Stadtteils angeht.

In Sachen Dorfmitte konnte ich im Rahmen eines Termins bei unserer Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle am vergangenen Montag den aktuellen Planungsstand erfragen. Es gibt nun erste Skizzen, wie unsere Dorfmitte in Zukunft aussehen könnte. Hier wird das „grüne Band“ entlang der Dreiländerstraße in Verbindung mit dem einzigartigen Blick auf unsere reizvoll gelegene Kirche St. Laurentius planerisch aufgegriffen. Insgesamt wird die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich deutlich aufgewertet. Irgertsheim bekommt also eine deutlich sichtbare Dorfmitte, die die Schönheit des Orts angemessen betont.

Die Irgertsheimer Dreiländerstraße

Die Irgertsheimer Dreiländerstraße

Über diesen Aspekt hinaus will die Stadtplanung auch die Stadtteilentwicklung im Ganzen weiter voranbringen. Dabei kommen zukunftsträchtige Themen wie ein neuer Festplatz, Versorgung der Bevölkerung, Verkehrsentwicklung, usw. mit auf die Agenda. Im Oktober wird es voraussichtlich in die Bürgerbeteiligung gehen. Bis dahin liegen erste Pläne usw. vor.

Ein zweiter großer Komplex betrifft die Erchanstraße. Hier wird es nach der Sommerpause eine Sitzung des Bezirkausschusses geben, im Rahmen derer – zusammen mit den betroffenen Anwohnern – die Fragen der Sanierung bzw. des Ausbaus erörtert werden sollen. Seitens der Stadt liegen zwei verschiedene Ausbauvarianten vor. Die Kombination aus BZA-Sitzung und Anliegerversammlung hat sich bereits in anderen Stadtteilen bewährt, da in dieser Konstellation Bevölkerung, Politik und Fachämter zusammen das Thema angehen können.

Im kommenden Herbst werden also weitere entscheidende Weichen für eine Weiterentwicklung unseres Dorfes gestellt. Ich hoffe auf Ihre Unterstützung!

Neue Stadtplantafel für Irgertsheim

Gute Nachrichten erreichten mich heute von der Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH. Die in die Jahre gekommene und inzwischen recht unansehnliche Stadtplanvitrine an der Bushaltestelle Erchanstraße wird erneuert. Laut Mitteilung der ITK GmbH wird die alte Vitrine vollständig abgebaut und durch eine Informationstafel in vergleichbarer Größe ersetzt. Diese Tafel wird neben einem aktuellen Stadtplan auch Informationen zu Kontaktstellen der Stadt (z. B. Tourist-Informationen) sowie über Sehenswürdigkeiten enthalten.

Die in die Jahre gekommene Stadtplanvitrine an der Erchanstraße wird durch eine Informationstafel ersetzt

Die in die Jahre gekommene Stadtplanvitrine an der Erchanstraße wird durch eine Informationstafel ersetzt

Die neue Lösung ist äußerst begrüßenswert und passt sehr gut zum Vorhaben, die Irgertsheimer Dorfmitte optisch und funktional aufzuwerten. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, werde ich Sie an dieser Stelle darüber informieren.