Baubeginn für die neue Dorfmitte

Am heutigen Donnerstag begannen die ersten (sichtbaren) Bauarbeiten für die neue Irgertsheimer Dorfmitte. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung unseres Stadtteils, indem es die Aufenthaltsqualität im Herzen des Orts erhöht und ehemals versiegelte Flächen wieder freilegt. Eine weitere Besonderheit stellt die intensive Einbindung der Bürgerinnen und Bürger im gesamten Planungsprozess dar. In mehreren Veranstaltungen konnten sich die Irgertsheimerinnen und Irgertsheimer aktiv mit ihren Ideen und Anregungen einbringen.

Stadtrat beschließt neue Dorfmitte für Irgertsheim

Der Stadtrat der Stadt Ingolstadt beschloss in seiner gestrigen Sitzung die Umgestaltung der Irgertsheimer Dorfmitte. Somit ist der Weg nun frei für dieses wichtige Projekt, das der weiteren Entwicklung unseres Stadtteils dient.

Die Bauarbeiten sollen im 4. Quartal 2016 beginnen. Der genaue Baubeginn ist abhängig von den Sanierungsarbeiten an der benachbarten Erchanstraße. Eine einspurige Befahrbarkeit der Dreiländerstraße wird seitens der Stadt jederzeit gewährleistet. Insgesamt werden die Bauarbeiten etwa vier Wochen in Anspruch nehmen. Alle Anwohner werden rechtzeitig informiert.

Die neue Irgertsheimer Dorfmitte (Plan: Stadt Ingolstadt)

Die neue Irgertsheimer Dorfmitte (Plan: Stadt Ingolstadt)

Neue Irgertsheimer Dorfmitte in den Ausschüssen

Unsere neue Irgertsheimer Dorfmitte rückt näher. Nach gut zwei Jahren Planung und drei Bürgerbeteiligungen durfte ich nun das Projekt bei der gestrigen Bezirksausschusssitzung in Pettenhofen in seiner finalen Version vorstellen.

Vorstellung der neuen Irgertsheimer Dorfmitte im BZA-West (Foto: A. Koppenhofer)

Vorstellung der neuen Irgertsheimer Dorfmitte im BZA-West (Foto: A. Koppenhofer)

Die Mitglieder des BZA billigten das Projekt erneut einstimmig und bezuschussen es mit Mitteln aus dem Bürgerhaushalt i. H. v. insgesamt 12.000 EUR. Die Gesamtkosten für die Umgestaltung der Dorfmitte belaufen sich auf 95.000 EUR.

Nun ist der Stadtrat an der Reihe. Am 5. Juli wird die Dorfmitte Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung, Ökologie und Wirtschaftsförderung sein. Der endgültige Beschluss erfolgt dann im Rahmen der letzten Vollversammlung des Stadtrats vor der Sommerpause am 28. Juli.

Die Sitzungsvorlagen können Sie hier als PDF-Dateien herunterladen:

01_Dorfmitte_Irgertsheim_Sitzungsvorlage
02_Dorfmitte_Irgertsheim_Luftbild
03_Dorfmitte_Irgertsheim_Plan

An dieser Stelle vielen Dank an alle, die in den letzten Jahren durch ihre konstruktive Mitarbeit zur Weiterentwicklung des Projekts beigetragen haben!

Irgertsheim verändert sich… Chancen für eine nachhaltige Entwicklung

Wer von Pettenhofen aus Richtung Irgertsheim fährt sieht es besonders deutlich. Irgertsheim entwickelt sich. Im Norden unseres Stadtteils hat sich innerhalb weniger Jahre ein neues Viertel entwickelt, das für bis zu 200 Menschen ausgelegt ist. Wohn- und vor allem Lebensraum für junge Menschen und Familien, die das Leben in der ländlichen Umgebung schätzen und zugleich die infrastrukturellen Vorteile der Großstadt Ingolstadt nutzen wollen. Dazu gehören eine Anbindung an das Busnetz der INVG im 30-Minuten-Takt, die Versorgung mit Ferngas und Glasfaserinternet, eine Kindertagesstätte sowie eine Grundschule vor Ort. Welches andere Dorf mit nicht einmal 1000 Einwohnern kann so viele Einrichtungen der Daseinsvorsorge vorweisen?

Das Baugebiet "Am Kirchberg". Ein Dorf verändert sich.

Das Baugebiet „Am Kirchberg“. Ein Dorf verändert sich.

Sicher gibt es in Irgertsheim auch Defizite. Diese werden am augenscheinlichsten, wenn man auf die Situation der Nahversorgung blickt. So gibt es seit über drei Jahren keinen Lebensmittelhändler mehr im Ort. Seit Januar sind auch die Bankfilialen der Sparkasse sowie der Raiffeisenbank in Irgertsheim Geschichte. Dieser Aspekt der Stadtteilentwicklung ist unglücklich – in der Tat! Doch er ist schlichtweg einem marktwirtschaftlichen Prinzip geschuldet. In diesem Zusammenhang von Politikversagen zu sprechen ist unfair und einseitig. Die Kommunalpolitik bzw. die Stadtverwaltung kann hier nur Rahmenbedingungen schaffen. So versucht die Stadtplanung seit einem Jahr, im Irgertsheimer Süden einen Nahversorger anzusiedeln. Jegliche Verhandlungen sind freilich ergebnisoffen. Doch es tut sich etwas.

Unsere aktuelle "Dorfmitte". Veränderungen sind hier von einer breiten Mehrheit gewünscht.

Unsere aktuelle „Dorfmitte“. Veränderungen sind hier von einer breiten Mehrheit gewünscht.

Mühsam und anstrengend wird es allerdings, wenn jegliche Veränderung als Bedrohung oder gar Angriff auf die dörfliche Integrität gewertet wird. Niemals war die Bürgerbeteiligung so hoch angesiedelt wie heute. Gleichzeitig wurden Projekte zu keiner Zeit mit so harten und Bandagen und persönlichen Angriffen bekämpft. Interessanterweise werden nahezu alle Projekte von einer breiten – wenn auch oft leisen – Mehrheit unterstützt. Genau das zeigen die eben genannten Bürgerbeteiligungen in aller Deutlichkeit. Veränderungen sind eine Chance, sie bringen den Ort weiter und sind im Idealfall auch nachhaltig angelegt. So wird eine Ortsstraße nicht ausgebaut und saniert, weil Verwaltung und Politik nichts Besseres zu tun haben. Vielmehr muss unsere Generation trotz aktueller Belastungen (z. B. Ausbaubeiträge) einsehen, dass sich die technischen und rechtlichen Bedingungen in den letzten Jahrzehnten massiv verändert haben. Waren „Buckelpisten“ und marode Kanäle vor einiger Zeit noch „Standard“, sind sie heute mit einem ehrlichen Blick auf Fragen der Sicherheit und des Umweltschutzes untragbar. Jede Verzögerung ginge hier auf Kosten der nächsten Generation.

Wirklich erhaltenswert? Wohl kaum...

Wirklich erhaltenswert? Wohl kaum…

Ähnliches gilt auch für eine Ortsmitte. Ein Ort lebt und atmet auch durch seine ästhetische Erscheinung. Er braucht eine Mitte, die sich im wahrsten Sinne des Wortes „sehen lassen“ kann. Hier bieten die seit knapp zwei Jahren laufenden Bestrebungen zur Erneuerung der Dorfmitte im Bereich der Dreiländerstraße eine große Chance, Irgertsheim ein neues Gesicht zu geben. Weg vom Betongrau und zusammengewürfelter Ortsmöblierung hin zu einem offenen, für Fußgänger wie vorbeifahrenden Passanten angelegten Platz in der Dorfmitte – dort, wo er hingehört! Dies alles bekommen wir zu Bedingungen, die angesichts der gegenwärtigen Haushaltslage vertretbar und politisch darstellbar sind. Auch das gehört zu einem Prinzip der Nachhaltigkeit. Wer andere – bis zu fünf mal teurere! – Lösungen fordert und alle Kompromisse ablehnt, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er auch an die kommenden Generationen denkt. So sind die gesparten Finanzmittel in besseren Zeiten etwa in einer Generalsanierung der Grundschule weit sinnvoller angelegt. Veränderungen sind kein Selbstzweck. Sie sind notwendig, wenn sie der jetzigen und zukünftigen Bevölkerung dienen. Ohne Kompromissbereitschaft geht es allerdings in keinem Fall. Ich persönlich freue mich über die große Mehrheit der Irgertsheimerinnen und Irgertsheimer, die den zukünftigen Entwicklungen offen, konstruktiv und mit Vorfreude entgegenblicken. Vielen Dank hierfür!

Eine nachhaltige Stadtteilentwicklung kommt nicht nur unserer gegenwärtigen Generation zugute!

Eine nachhaltige Stadtteilentwicklung kommt nicht nur unserer gegenwärtigen Generation zugute!

Dankeschön!

An dieser Stelle vielen Dank an alle Vereinsvertreter/-innen und Bürger/-innen, die bei der gestrigen Infoveranstaltung zur Umgestaltung der Dorfmitte Irgertsheim vor Ort waren! Ich war von der positiven Atmosphäre und konstruktiven Diskussion wirklich angetan. Dasselbe kann ich von den anwesenden Politikern und Verwaltungskräften ausrichten.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass im kommenden Jahr die Projektgenehmigung für eine neue Dorfmitte erteilt wird, mit der sich unser Ort mehr als sehen lassen kann.

Irgertsheim (9)

Die Irgertsheimer Dorfmitte (Foto: Dominik Wittmann)

Der kommende Herbst gehört der Stadtteilentwicklung

Nach der Sommerpause gibt es mehrere Neuigkeiten, was die weitere Entwicklung unseres Stadtteils angeht.

In Sachen Dorfmitte konnte ich im Rahmen eines Termins bei unserer Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle am vergangenen Montag den aktuellen Planungsstand erfragen. Es gibt nun erste Skizzen, wie unsere Dorfmitte in Zukunft aussehen könnte. Hier wird das „grüne Band“ entlang der Dreiländerstraße in Verbindung mit dem einzigartigen Blick auf unsere reizvoll gelegene Kirche St. Laurentius planerisch aufgegriffen. Insgesamt wird die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich deutlich aufgewertet. Irgertsheim bekommt also eine deutlich sichtbare Dorfmitte, die die Schönheit des Orts angemessen betont.

Die Irgertsheimer Dreiländerstraße

Die Irgertsheimer Dreiländerstraße

Über diesen Aspekt hinaus will die Stadtplanung auch die Stadtteilentwicklung im Ganzen weiter voranbringen. Dabei kommen zukunftsträchtige Themen wie ein neuer Festplatz, Versorgung der Bevölkerung, Verkehrsentwicklung, usw. mit auf die Agenda. Im Oktober wird es voraussichtlich in die Bürgerbeteiligung gehen. Bis dahin liegen erste Pläne usw. vor.

Ein zweiter großer Komplex betrifft die Erchanstraße. Hier wird es nach der Sommerpause eine Sitzung des Bezirkausschusses geben, im Rahmen derer – zusammen mit den betroffenen Anwohnern – die Fragen der Sanierung bzw. des Ausbaus erörtert werden sollen. Seitens der Stadt liegen zwei verschiedene Ausbauvarianten vor. Die Kombination aus BZA-Sitzung und Anliegerversammlung hat sich bereits in anderen Stadtteilen bewährt, da in dieser Konstellation Bevölkerung, Politik und Fachämter zusammen das Thema angehen können.

Im kommenden Herbst werden also weitere entscheidende Weichen für eine Weiterentwicklung unseres Dorfes gestellt. Ich hoffe auf Ihre Unterstützung!